Schwarzer Rettich Sirup gegen Husten

Schwarzer Rettich Sirup ist ein schnell zubereitetes Hausmittel gegen Husten. Die enthaltenen antibakteriellen Inhaltsstoffe helfen Keime zu beseitigen.

Rezept: Schwarzer Rettich Sirup gegen Husten

  1. Zutaten

    1 Rübe Schwarzer Rettich
    Zucker

  2. Rettich Rübe aushöhlen

    Man schneidet die Rübe am oberen Ende ab und hölt mit einem Messer die Rübe aus. Dabei sollte ca. 1/3 bis die Hälfte der Rübe ausgehöhlt werden.

  3. Zucker einfüllen

    Dann füllt man die Rübe bis zum Anschlag mit Zucker und stellt das Ganze aufrecht (am besten auf ein kleines Glas stellen) in den Kühlschrank.

  4. Abfüllen

    Innerhalb weniger Stunden bildet sich nun durch osmotische Kräfte des Zucker ein Sirup. Diesen Sirup sollte man in saubere kleine Flaschen füllen.

  5. Haltbarkeit und Lagerung

    Zum sofortigen Gebrauch.

  6. Anwendung

    Bei verschleimten Atemwegen und Husten.

  7. Dosierung

    2- bis 3-mal täglich 1 Teelöffel.

Warum hilft Rettich bei Husten?

Rettich enthält sogenannte Senfölglykoside. Das sind scharf schmeckende Verbindungen, welche diverse Bakterien (grampositive und gramnegative), Viren (auch Influenza) und Pilze hemmen. In der Pflanze sind es Schutzstoffe, welche diese vor Keimen und Fraßfeinde schützen.
Werden diese Stoffe nun verzehrt, wird das flüchtige Senföl im Körper freigesetzt, an Blutkörperchen gebunden und über die Niere und über die Lunge ausgeschieden. Die antimikrobiell wirkenden Senföle werden also über die Lunge abgeatmet und als Harn ausgeschieden. Folglich wirken diese in den Bronchien und in den ableitenden Harnwegen antimikrobiell. Dies erklärt weshalb Rettich und andere senfölglykosidreiche Pflanzen wie Meerrettich, Brunnenkresse und Kapuzinerkresse schon sehr sehr lange bei Husten, Bronchitis und Harnwegsinfekten verwendet werden.

Vorsicht bei Gastritis oder Magengeschwüren!

Die enthaltenen Senföle sind Scharfstoffe und würden bei Gastritis oder Magengeschwüren zusätzlich reizen. Deshalb sollte man in diesem Fall auf diese verzichten.

Inhaltsstoffe sind flüchtig

Senfölreiche Pflanzen kann man nicht erhitzen (beispielsweise zu einem Sirup einkochen), da ansonsten das flüchtige Senföl entweichen bzw. zerstört würde. Dasselbe würde beim Trocknen passieren. Man kann diese deshalb nur in frischem Zustand roh verzehren, oder in Form sogenannter osmotischer Schichtsirupe (zu welchem letztlich auch der ausgehöhlte Rettich zählt) herstellen.

Autor: Arnold Achmüller, erstellt am 1. Dezember 2018 (zuletzt aktualisiert am 14. Mai 2020)

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