Pfefferminz Roll-On Kopfschmerzen

Pfefferminz Roll-On gegen Kopfschmerzen

Wer bei Kopfschmerzen nicht ständig Schmerzmittel schlucken möchte, dem bietet ein Pfefferminz Roll-On eine Alternative. Wir zeigen euch, wie man das macht.

Schon Plinius der Ältere empfahl im alten Rom bei Kopfschmerzen Minzblätter auf die Schläfen zu legen. Und auch die mitteleuropäische Volksheilkunde kennt zahlreiche Rezepte mit diversen Minzarten gegen Kopfschmerzen.
Möchte man dieser Tradition folgen und nicht ständig Tabletten schlucken, bietet die Aromatherapie eine elegante Anwendung. Hierzu wird ätherisches Pfefferminzöl mit Alkohol zu einer 10 % Zubereitung verdünnt und am besten mit einem Roll-On aufgetragen. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Verdünnung ausreicht, um besonders Spannungskopfschmerzen, aber auch migränebedingte Kopfschmerzen innerhalb von 15 bis 30 Minuten zu lindern.

Rezept: Pfefferminz Roll-On

  1. Zutaten

    1 ml ätherisches Pfefferminzöl (am besten Bio-Qualität, über Reformhäuser oder Apotheken erhältlich)
    9 ml 96 % Alkohol (über Apotheken erhältlich)
    10 ml fassendes leeres Roll-On (erhältlich in unserem Shop)

  2. Lösungen mischen

    Zuerst den Alkohol und dann das ätherische Pfefferminzöl in die Roll-On Fläschchen füllen (mit einer Spritze oder einem kleinen Trichter). alternativ kann man die Mischung auch in einem größeren Gefäß herstellen und anschließend in die kleinen Flaschen umfüllen und mit dem Roll-On Aufsatz verschließen.

  3. Volumen statt Gramm

    Unbedingt beachten, dass es sich um ml (Volumen) handelt und 96% Alkohol eine andere Dichte als beispielsweise Wasser hat. Dementsprechend kann man es nicht einfach 1:1 in Gramm übertragen. Deshalb nimmt man entweder einen kleinen Messbecher oder eine Spritze und misst 9 ml vom 96 % Alkohol ab. Möchte man es dennoch über eine Küchenwaage einwiegen, wären es 7,5 g 96 % Alkohol. Beim ätherischen Pfefferminzöl sind 1ml ca. 20 Tropfen.

  4. 96% Alkohol verwenden!

    Unbedingt 96% Alkohol verwenden, denn der Alkohol ist nur der Träger und sollte auf der Schläfe schnell verdampfen. Nimmt man verdünnten Alkohol (70% Alkohol), führt der Wasseranteil dazu, dass die Lösung auf der Schläfe nur langsam trocknet, das kann unangenehm sein.

  5. Haltbarkeit und Lagerung

    Bei Raumtemperatur gelagert 1 Jahr.

  6. Anwendung

    Bei Spannungskopfschmerzen.

  7. Dosierung

    Bei Kopfschmerzen auf beide Schläfen auftragen.

Warum hilft ein Pfefferminz Roll-On bei Kopfschmerzen?

Die Hauptbestandteile des ätherischen Öls und die wahrscheinlichen Wirksubstanzen sind Menthol und Menthon. Diese wirken unter anderem über eine Hemmung der Schmerzweiterleitung durch Serotonin schmerzlindernd, durchblutungsfördernd und krampflösend. Auch die Schmerzempfindlichkeit wird vermindert, sodass innerhalb von 15 bis 30 Minuten Schmerzen gelindert werden. Es gibt hierzu auch mehrere kleinere Studien.
Da Menthol in zahlreichen anderen Minzarten fehlt sollte man darauf achten, dass es sich um Pfefferminzöl (Menthae piperitae aetheroleum) handelt.

Vorsicht bei Kindern!

Die Applikation von 10 % ätherischem Pfefferminzöl ist im Allgemeinen sehr gut verträglich, nur bei Kindern sollte es aufgrund des Mentholgehaltes nicht verwendet werden. Menthol kann bei Säuglingen und Kleinkindern nämlich zum gefürchteten Kratschmer-Reflex mit Atemstillstand führen.
Aber auch bei Erwachsenen ist es wichtig das ätherische Öl – wie in unserem Rezept beschrieben – auf 10% zu verdünnen. Das direkte Auftragen von purem Pfefferminzöl auf die Schläfen wäre aufgrund der Nähe zum Augenbereich und dem daraus folgenden heftigen Augenbrennen und möglicher Hautreaktionen nicht empfehlenswert.

Kopfschmerzen nicht auf die leichte Schulter nehmen!

Kopfschmerzen können natürlich auch ein Symptom einer ernsten Erkrankung sein und bedürfen gegebenenfalls einer ärztlichen Abklärung. Unbedingt zum Arzt sollte man laut DMKG (Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft) wenn die Kopfschmerzen:

  • an mehr als zehn Tagen pro Monat bestehen
  • mit weiteren Symptomen wie Lähmungen, Gefühls-, Seh-, Gleichgewichtsstörungen, Augentränen oder starkem Schwindel einhergehen
  • mit psychischen Veränderungen wie Störungen des Kurzzeitgedächtnisses oder Störungen der Orientierung zur Zeit, Ort und Person einhergehen
  • erstmals mit über 40 Jahren auftreten
  • in ihrer Intensität, Dauer und Lokalisation unüblich sind oder während oder nach körperlicher Anstrengung erstmals auftreten, sehr stark sind oder in den Nacken ausstrahlen.
  • von hohem Fieber begleitet werden
  • nach einer Kopfverletzung, zum Beispiel nach einem Sturz auftreten
  • trotz Behandlung an Häufigkeit, Stärke und Dauer zunehmen oder nicht mehr auf die bisher wirksame Therapie ansprechen
  • zusammen mit einem epileptischen Anfall und/oder Bewusstlosigkeit auftreten

Hilfe und nähere Informationen zum Thema Kopfschmerz findet ihr auch auf der Homepage der DMKG (Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft).

Autor: Arnold Achmüller, erstellt am 2. Dezember 2019 (zuletzt aktualisiert am 27. April 2020)

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